19. August 2011

Es ist Wirtschaftskrieg, na und?

Früher wurden Kriege Mann gegen Mann geführt, später kamen dann Waffen in mannigfaltiger Ausführung dazu. Die Kriege wurden für die Feldherren immer "sauberer", aber für die Zivilbevölkerung nicht weniger grausam, eher mehr.

So wie früher Napalm und Entlaubungsmittel eingesetzt wurden, wird heutzutage eine noch sauberere Kriegsführung eingesetzt. Diese Kriegsführung besteht allerdings nicht mehr aus Soldaten und Feldherren, sondern durch Banker, Spekulanten, BWL'er und Anwälten. Die Politiker sind nur noch Marionetten.

Es werden durch Spekulationen künstlich die Nahrungsmittelpreise hochgepusht, sodaß Menschen verhungern. Die Gewinne dadurch gehen in die Milliarden aber hier werden dann Spendenkonten angegeben, über welche wir dann vielleicht ein paar Millionen einsammeln. Diese natürlich steuerbegünstigt. Wir spenden dadurch nicht an die Hungernden, sondern unterstützen die bösartige Faulbrut der Banker und Spekulanten auch noch.

Hier in der sogenannten zivilisierten Welt wird uns vorgegaukelt, das Geld ist alle und der Staat kann seine Funktionen ncht mehr wahrnehmen. In Wirklichkeit haben die Kriegsführer in Sakkos schon längst das Volk in der Hand. Es will nur niemand wahrhaben. Die Politiker und Presse zünden immer neue Blendgranaten im Sinne der Kriegsführer. Da werden künstlich Länder in den Ruin gestürzt, daß unsere Steuergelder in die Taschen der Spekulanten umgeschichtet werden. Dieses nennt man dann "Rettungsschirm".

Die Politik wird aber von den Kriegsführern instruiert, jeden Widerstand gegen das System im Keim zu ersticken. Dieses gelingt überraschend gut, wurde der Krieg doch geschickt eingefädelt. Danke an die Innenminister. Schon Jahre früher wurde gezielt das Bildungssystem sabotiert, damit eine dumme Bevölkerung nicht aufmucken kann.

Diejenigen, welche trotzdem ihren Kopf nutzen, sind natürlich gefährlich. Diese gilt es auszuschalten, da sie sonst gefährlich für die Kriegstreiber werden können. Kommunikationswege müssen deshalb kontrolliert und ggfls. abgeschaltet werden.

Die Bevölkerung wird wie im alten Rom mit Brot und Spielen versorgt. Wobei das Brot in den unteren Schichten schon knapp wird. Die Hungernden werden mit RTL-Asi-TV berieselt. Die etwas besser situierten bekommen Apple-Produkte zum Spielen.

Um weiter von der Realität abzulenken, wird versucht, die Gruppen gegeneinander auszuspielen. Typen wie Sarrazin sind willfähige Helfer. Religiöse Unterschiede werden auch gerne benutzt, um die träge Masse sich gegenseitig an die Kehle springen zu lassen.

Nun aber die Frage:
Wie kann man sich denn nun gegen diese Art der Kriegsführung wehren? Aufklärung stößt auf Desinteresse, da die meisten Menschen durch die Medien und die heruntergefahrene Bildung abgestumpft sind. Mir fällt keine legale Möglichkeit mehr ein.

Wir haben keinerlei Moralträger mehr, welche Menschenmassen oder auch die Kriegstreiber beeinflussen können. Der Papst könnte es theoretisch, aber leider hat auch er schon lange die Seiten gewechselt.

Meine Hoffnung liegt in der Verletzbarkeit der IT-Infrastruktur. Inzwischen gibt es nur noch wenige Programmierer, welche den Namen wirklich verdienen. Dadurch ist die Sicherheit von IT-basierten Systemen immer weiter gefährdet. Die Kriegstreiber verlassen sich allerdings auf diese Infrastruktur. Und das ist die Archillesferse.

Aber, was auch Hoffnung aufkeimen lässt, im Gegensatz zur geplanten Kriegsführung wirtschaften die modernen Kriegstreiber in Sakko für ihre eigene Tasche. Da wird nur solange zusammengearbeitet, wie es von Nutzen ist. Dann gehen sie auch aufeinander los. Jeder Mensch tickt gleich. Die Gier wird das System zum Einsturz bringen.

Aber wollen wir nicht alle mithelfen, den Einsturz zu beschleunigen? Dazu bedarf es keiner Morde. Das System selbst ist fragil genug. Es steht auf tönernen Füßen.

Klarmachen zum Ändern!



PS. Wirtschaftskrieg bei Wikipedia:
"Dieser Artikel ist nicht ausreichend mit Belegen ausgestattet und könnte dadurch demnächst gelöscht werden."
Riecht etwas streng, oder?!

8 Kommentare:

  1. Ich weigere mich langsam, die Politiker als das große Übel zu sehen. Natürlich gibt es dort Gier und Korruption wie auch sonst überall in der Bevölkerung... Aber ICH würde diesen Scheiß-job ohne viel guten Willen nicht machen wollen.
    Idiotisch und fehlgeleitet ja, aber nicht böse. Es fehlt ihnen auch die Freiheit, um gut agieren zu können... ein falsches Wort und sie sind weg; ich sage nicht, dass das in Italien besser läuft, aber wir sind überempfindlich.
    Bei Brot und Spielen gehe ich mit.
    Die Banker nutzen nur bestehende Systemfehler aus, um ihren Job und Profit zu sichern, hier wirkt meiner Meinung nach vor allem die Masse an (investment-)Bankern.

    Ich denke, das meiste läuft von sich aus scheiße. Nur wird das von manchen Leuten (Verschwörungstheorien ahoy! Bilderberger, Apple, 9-11, Aliens, sie sind überall ^^ ) zu ihrem Vorteil gefördert und genutzt.

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  2. @Szerith
    Die Politik und Gesetzgebung hat erst zu den Systemfehlern geführt, welche die Banker und Spekulanten ausnutzen. Gesetze wurden und werden immer mit Schlupflöchern gemacht. Die Politiker profitieren ja schliesslich durch Lobbyarbeit. Eine Verschwörungstheorie direkt gibt es nicht. Aber auch ich glaube, daß z.B. 9/11 nicht so ablief, wie uns glauben gemacht wird. Da hat die Waffenlobby kräftig Fäden gezogen.

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  3. Die falschen Gesetze können auch daran liegen ,dass sie einfach nicht aktualisiert wurden. Als sie gemacht wurden, waren sie vielleicht gut. Aber wenn sich die Welt weiterdreht, tauchen neue Möglichkeiten auf, die Schlupflöcher ermöglichen.
    Und es ist verdammt schwer, jede Möglichkeit und Unmöglichkeit auszuschließen (in einem formulierten Gesetzesentwurf). Dann fordert die Opposition eine Änderung, es wird etwas gestrichen / ersetzt... und schon ist wieder eine Lücke da. (Das Problem ist denke ich auch einer der Gründe, warum Gesetze so lange brauchen.)
    Ich will weg von der biblischen Vorstellung, dass ALLES geschaffen und geplant ist...
    Es profitieren meist doch nur einzelne Politiker, oder? Aber viele müssen zustimmen.

    Dass die Waffenlobby in diesem Fall unterstützt oder zumindest hinterher kräftig getrieben hat, finde ich auch sehr wahrscheinlich.

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  4. @Szerith
    Du glaubst einfach zuviel an das Gute im Menschen. ;) Das ist an sich nicht einmal schlecht. Gesetzgebung ist schonmal ein schmutziges Geschäft, da werden Parteiendünkel und Lobbyanspruch über die Sachlage gesetzt. man sieht es ja momentan recht gut, auf einmal wollen sogar die regierenden Parteien etwas, was sie vorher verteufelt haben. Es ist einfach überall Chaos, der mächtigere gewinnt. Die soziale Marktwirtschaft ist faktisch am Ende und die Ellenbogenmentalität gewinnt. Es hat sich zum Selbstläufer hochgeschaukelt. Und daher wird es bald krachen. Das mit der biblischen "Planung" ist ein völlig anderes Thema. ;) Aber wir sind uns eigentlich schon viel zu einig, um uns in einer Diskussion zu zerfleischen. Mal sehen, wer hier noch so hinfindet und mitmacht.

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  5. Ich bin ratlos. Das Problem, um das es hier geht, ist für mich in erster Linie das Volk, das blinde, biedermeiersche. Wenn man offen seine Meinung zur politischen Situation zeigt, sind es immer nur ein paar Leute, die nicken. Und es sind jedes mal die selben.
    Der große Rest jedoch schüttelt den Kopf und fragt sich, wie blöd man denn sein müsse, um sich über "Unwichtiges" aufzuregen.

    Als ich bei Twitter mitgeholfen habe, die #nymweek zu verbreiten, meinten auch viele, es sei albern, seinen Avatar für die Namenssouveränität auszutauschen, vielen davon war es darüber hinaus auch noch zu viel "Aufwand".

    Wenn das Volk diese blinde Haltung beibehält, haben wir nichts mehr zu gewinnen.

    MfG,
    Ki

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  6. @Ki
    Du hast leider sowas von recht. Hätte ich jetzt einen Beitrag über Apple gepostet, wären Klicks und Kommentare die Folge gewesen. Aber was wirklich wichtig ist, wird als Schwarzmalerei abgetan. Proteste in Spanien, gewaltsam von der Polizei beendet oder, noch schlimmer, Hunger im Südsudan wegen Dürre und überteuerten Lebensmittelpreisen wegen der Spekulanten, das macht doch nur schlechte Stimmung... Schade, oder?

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  7. @Jens: Richtig, ich bin Optimist ^^ Ansonsten würde mich die Welt nur deprimieren... und dafür kann sie viel zu schön sein... leider ist sie vor allem (@ki) im biedermeierischen Sinne schön.
    Wenn die soz. Marktwirtschaft sich erledigt hat und die Wogen sich geglättet haben, werden sich die Menschen daran erinnern, dass es sich mit offener Hand leichter lebt als mit Faust... Hoffe ich zumindest :D
    Ich mag Einigkeit :)

    @Ki: Das Volk interessiert sich wirklich zu wenig... aber ich habe eine Frage: Wann war das mal anders?
    Oh, Nymweek... das gab's ja auch noch... sorry, dass ich das vergessen habe!

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  8. Natürlich gibt es Programmierer die Ahnung haben. Aber die kosten Geld. Also werden lieber irgendwelche Amateure aus Indien oder Lampukistan auf die Probleme angesetzt, die null Ahnung haben von Begriffen wie "Rainbow table", "SQL Injection", "Salted Hash" und so. Deshalb auch so viele Sicherheitslücken.

    Zu wikipedia: bitte nicht zu ernst nehmen. Die Leute die dort das Sagen haben, können dies weil sie wenig Arbeit haben und deshalb viel Zeit zur Verfügung.

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