Ist ja schön, daß mein Video zum Thema VIP-Youtubertreffen in Köln für Diskussionen gesorgt hat. Und ich habe mich sogar noch diskret zurückgehalten. Aber um es mal klar zu sagen, eine eigene Meinung sollte doch noch erlaubt sein, oder? Wenn nicht, Pech gehabt, kommt ihr nicht drum herum.
Nicht jeder ist ein Fan von Personenkult. Nicht jeder mag Leute, welche sich ekelig in den Vordergrund drängen und einen widerlich angrinsen (tatsächlich widerlicher als der Fratzenjens) oder gar angrabschen. Wer sich dort wohl gefühlt hat in Köln dem gönne ich seinen Spass, ohne Frage. Nur für mich wäre das nichts gewesen, aus vielen verschiedenen Gründen. Wenn ich die jetzt aufführen würde, käme es wieder als Diss rüber. Das muss nicht sein.
Ich finde es z.B. von den Aussenseitern hochanständig, sich von der Veranstaltung distanziert zu haben.
Mich wird man bei solchen Veranstaltungen nie und nimmer finden. Ich bin ein alter Kauz, welcher mit der oberflächlichen Spaßgesellschaft nix anfangen kann. Aber wer meine Videos aufmerksam verfolgt, sollte eigentlich nicht überrascht sein.
So, das war es zu dem Thema von mir. Back to the Tagesordnung. Der Pflaumenkuchen, welchen ich heute nebenbei gebacken habe, ist gerade fertiggeworden. Nun noch Sahne kaufen und das Kaffeekränzchen ist gesichert.
inside.katzenjens.de
Samstag, 21. August 2010
Dienstag, 17. August 2010
Youtubertreffen in Köln... aber nur für VIPs !
So läuft es also inzwischen. So nebenbei erfährt man von einem youtubertreffen in Köln. Und man überlegt schon, ob man dort hinwill.
OK, man wühlt etwas im Netz und findet auch die Daten. Aber dann verschlägt es einem die Sprache. Bitte nur handverlesenes Publikum, welches sich unnötigerweise auch noch ein Ticket für die Gamescon besorgen müssen. Und auch da wird es schon komisch. Tageskasse? Nein, bitte erst auf der Webseite anmelden. Aber schnell, weil Zugang ist begrenzt.
Schnell wird geguckt, wer Veranstalter ist und wer kommt. Ach ja, alle "richtig" erfolgreichen youtuber sind dabei. Nee, lass mal stecken. Schade, daß aber auch ein paar youtuber dabei sind, welche ich gerne mal live getroffen hätte. Aber so nicht, ihr SPACKEN! Also bleibt doch unter Euch!
Am besten ihr kommt nächstes Mal zum Sektempfang nach Wiesbaden. Weil hier ist die Trennung zwischen Prunk und Pöbel noch besser.
Nein Danke, da schau ich lieber, was die Teutonische Verschwörung so auf die Beine bekommt. Ich wäre gerne in Hamburg oder auch letztes Jahr in Frankfurt dabeigewesen. Leider klappte es aus persönlichen Gründen nicht.
Von mir ein klares FAIL zu dieser Aktion.
OK, man wühlt etwas im Netz und findet auch die Daten. Aber dann verschlägt es einem die Sprache. Bitte nur handverlesenes Publikum, welches sich unnötigerweise auch noch ein Ticket für die Gamescon besorgen müssen. Und auch da wird es schon komisch. Tageskasse? Nein, bitte erst auf der Webseite anmelden. Aber schnell, weil Zugang ist begrenzt.
Schnell wird geguckt, wer Veranstalter ist und wer kommt. Ach ja, alle "richtig" erfolgreichen youtuber sind dabei. Nee, lass mal stecken. Schade, daß aber auch ein paar youtuber dabei sind, welche ich gerne mal live getroffen hätte. Aber so nicht, ihr SPACKEN! Also bleibt doch unter Euch!
Am besten ihr kommt nächstes Mal zum Sektempfang nach Wiesbaden. Weil hier ist die Trennung zwischen Prunk und Pöbel noch besser.
Nein Danke, da schau ich lieber, was die Teutonische Verschwörung so auf die Beine bekommt. Ich wäre gerne in Hamburg oder auch letztes Jahr in Frankfurt dabeigewesen. Leider klappte es aus persönlichen Gründen nicht.
Von mir ein klares FAIL zu dieser Aktion.
Labels:
clixoom,
gamescon,
herrtutorial,
youtubtertreffen
Sonntag, 8. August 2010
Warum ein Blog wenn man einen youtube-Kanal hat?
Inzwischen sollte es sich herumgesprochen haben, daß youtube-Kanäle bisweilen auch mal gelöscht / gesperrt werden. Als Betreiber des Kanals steht man dann dumm da, weil alle Abonnenten und Freunde mit einem Schlag verloren sind und diese natürlich selbst, wenn sie sich Mühe geben, weder den Ersatzkanal noch sonst etwas finden.
Wenn man aber vorbeugt, kann der Schaden minimiert werden. Aber wie stellt man es an?
Recht simpel. Man erstellt einen Blog, am besten mit dem gleichen Namen wie der youtube-Kanal, so finden die Freunde auch im Fall des Falles Dich wieder.
Die Idee:
Mein Vorschlag ist, die Blogger-Plattform von Google zu benutzen, weil sie ist flexibel und robust. Und viele youtuber haben bereits ein Google-Konto. Zusätzlich empfehle ich ein Konto bei Twitter, wo man alle Neuigkeiten zum Kanal verbreiten kann. Auch dieses Konto sollte den youtube-Namen haben.
Jedesmal, wenn man ein neues Video veröffentlicht, schreibt man einen kurzen Blogeintrag dazu und twittert es kurz. Gleichzeitig veröffentlicht man das Video auf einer anderen Plattform. Somit ist man bereits unabhängig von der youtube-Plattform. Wenn nun youtube Deinen Kanal aus welchen Gründen auch immer sperrt, ändert man einfach die Links oder Einbindungen im Blog und die Videos sind wieder da. Und jeder kann sie finden.
In der youtube-Kanalbeschreibung verweist man auf das Blog und den Twitter-Kanal. So wissen die Abonennten und Freunde bereits Bescheid. Zusätzlich wird es auch bei Google indiziert und wenn man den Kanalnamen als Suchbegriff eingibt, landet man an der richtigen Stelle.
Die De-Luxe Version:
Wenn einem die Blogadresse meinkanalname.blogspot.com mißfällt und man lieber eine Adresse www.meinkanal.de haben möchte, ist das auch kein Problem. Dazu benötigt man eine eigene Domain, wo man auch einen Zugriff auf den Nameserver / DNS hat. Man muß nämlich bei der eigenen Domain eine Verknüpfung zum Blog von Google machen. Dazu kann man im Dashboard vom Blog die Adresse eintragen.
Und da man eh schon die Domain hat, was spricht dagegen, sich kostenlos auch noch eine leistungsfähige Mailplattform zu erstellen? Kein Problem, Google Apps stellt selbiges zur Verfügung. Bis zu 200 eigene Postfächer und / oder Alias-Adressen mit dem eigenen Domainnamen, mit momentan 7,5GB Speicherplatz. Alles mit leistungsfähigem Webmail-Frontend und POP3 / IMAP Anbindung an den Mailclient Eurer Wahl, z.B. Outlook oder Thunderbird. Auch ist der Zugriff übers Handy kein Problem.
Übrigens, wenn der Blog hohe Aufrufzahlen bringt, lohnt es sich, ein Adsense-Konto zu eröffnen, so daß man von den Einnahmen durch die Werbung profitiert, ähnlich wie das Partnerprogramm von youtube.
So, hier nun ein paar Links zum Thema:
Mein youtube-Konto habe ich z.B. so ausgestattet:
http://www.youtube.com/katzenjens
Mein Blog zum Youtube-Kanal:
http://www.katzenjens.tv
Mein Twitter-Kanal:
http://twitter.com/katzenjens
Link zur Blogger-Plattform:
http://www.blogspot.com
Link zur Google-Apps-Plattform (Standard Edition)
http://www.google.com/apps/intl/de/group/index.html
Link zu einem günstigen Domainanbieter:
http://www.inwx.de
Wenn man aber vorbeugt, kann der Schaden minimiert werden. Aber wie stellt man es an?
Recht simpel. Man erstellt einen Blog, am besten mit dem gleichen Namen wie der youtube-Kanal, so finden die Freunde auch im Fall des Falles Dich wieder.
Die Idee:
Mein Vorschlag ist, die Blogger-Plattform von Google zu benutzen, weil sie ist flexibel und robust. Und viele youtuber haben bereits ein Google-Konto. Zusätzlich empfehle ich ein Konto bei Twitter, wo man alle Neuigkeiten zum Kanal verbreiten kann. Auch dieses Konto sollte den youtube-Namen haben.
Jedesmal, wenn man ein neues Video veröffentlicht, schreibt man einen kurzen Blogeintrag dazu und twittert es kurz. Gleichzeitig veröffentlicht man das Video auf einer anderen Plattform. Somit ist man bereits unabhängig von der youtube-Plattform. Wenn nun youtube Deinen Kanal aus welchen Gründen auch immer sperrt, ändert man einfach die Links oder Einbindungen im Blog und die Videos sind wieder da. Und jeder kann sie finden.
In der youtube-Kanalbeschreibung verweist man auf das Blog und den Twitter-Kanal. So wissen die Abonennten und Freunde bereits Bescheid. Zusätzlich wird es auch bei Google indiziert und wenn man den Kanalnamen als Suchbegriff eingibt, landet man an der richtigen Stelle.
Die De-Luxe Version:
Wenn einem die Blogadresse meinkanalname.blogspot.com mißfällt und man lieber eine Adresse www.meinkanal.de haben möchte, ist das auch kein Problem. Dazu benötigt man eine eigene Domain, wo man auch einen Zugriff auf den Nameserver / DNS hat. Man muß nämlich bei der eigenen Domain eine Verknüpfung zum Blog von Google machen. Dazu kann man im Dashboard vom Blog die Adresse eintragen.
Und da man eh schon die Domain hat, was spricht dagegen, sich kostenlos auch noch eine leistungsfähige Mailplattform zu erstellen? Kein Problem, Google Apps stellt selbiges zur Verfügung. Bis zu 200 eigene Postfächer und / oder Alias-Adressen mit dem eigenen Domainnamen, mit momentan 7,5GB Speicherplatz. Alles mit leistungsfähigem Webmail-Frontend und POP3 / IMAP Anbindung an den Mailclient Eurer Wahl, z.B. Outlook oder Thunderbird. Auch ist der Zugriff übers Handy kein Problem.
Übrigens, wenn der Blog hohe Aufrufzahlen bringt, lohnt es sich, ein Adsense-Konto zu eröffnen, so daß man von den Einnahmen durch die Werbung profitiert, ähnlich wie das Partnerprogramm von youtube.
So, hier nun ein paar Links zum Thema:
Mein youtube-Konto habe ich z.B. so ausgestattet:
http://www.youtube.com/katzenjens
Mein Blog zum Youtube-Kanal:
http://www.katzenjens.tv
Mein Twitter-Kanal:
http://twitter.com/katzenjens
Link zur Blogger-Plattform:
http://www.blogspot.com
Link zur Google-Apps-Plattform (Standard Edition)
http://www.google.com/apps/intl/de/group/index.html
Link zu einem günstigen Domainanbieter:
http://www.inwx.de
Dienstag, 27. Juli 2010
youtube wird zur Farce...
Löschen, sperren usw. Das gehört inzwischen zum guten Ton von youtube.
Musikvideos und Mitschnitte von TV-Sendungen waren schon immer gefährdet. Nun werden auch Coverversionen rigoros gesperrt. Und inzwischen auch unmotiviert selbst erstellter Content ohne kontroversen Inhalt. Mir kommt es immer mehr vor, als wenn probiert wird, wie weit man gehen kann und eine Zensur hoffähig zu machen.
Jüngstes Opfer ist die Sängerin Anna Coralee. Sie wurde seinerzeit sogar von youtube promotet und als Aushängeschild in den Medien dargestellt für das Erfolgskonzept von youtube. Und nun ist seit heute ihr Kanal gesperrt mit der stereotypen Meldung "wegen Verstosses gegen die Nutzungsbedingungen".
Mir kommt es vor, als wenn die Musikindustrie mit aller Macht versuchen will, alternative Verbreitungsmöglichkeiten abseits der Major Labels bereits im Keim zu ersticken.
Immer mehr Kanäle werden gesperrt, ohne daß sich die Betroffenen wehren können. Und natürlich gibt es auch keine weiteren Begründungen. OK, youtube hat das Hausrecht und kann die Bedingungen festlegen. Aber wenn man nicht einmal erfährt, wieso unzählige absolut unproblematische Videos gesperrt wurden, ist es unmöglich, eine Linie zu ziehen.
Ich werde meine Videos vorsichtshalber auch auf anderen Plattformen hochladen. Der "Verdienst" durch die Werbung ist eh auf Null zurückgegangen, daher kratzt es mich nicht.
Ich finde es nur schade, daß das Netz immer mehr kommerzialisiert wird und die Verbreitungsmöglichkeiten eingeschränkt werden.
Bei jedem gesperrten Video bekomme ich inzwischen einen Hals. Aber wirklich problematisches Material, z.B. KiPo, Nazischeiss, Stalking und unzählige Kopien von urheberrechtlich problematischen Sendungen bleiben online. Zum Kotzen.
Mal sehen, wann Google als quasi Monopol-Suchmaschine die Ergebnisse frisiert...
Musikvideos und Mitschnitte von TV-Sendungen waren schon immer gefährdet. Nun werden auch Coverversionen rigoros gesperrt. Und inzwischen auch unmotiviert selbst erstellter Content ohne kontroversen Inhalt. Mir kommt es immer mehr vor, als wenn probiert wird, wie weit man gehen kann und eine Zensur hoffähig zu machen.
Jüngstes Opfer ist die Sängerin Anna Coralee. Sie wurde seinerzeit sogar von youtube promotet und als Aushängeschild in den Medien dargestellt für das Erfolgskonzept von youtube. Und nun ist seit heute ihr Kanal gesperrt mit der stereotypen Meldung "wegen Verstosses gegen die Nutzungsbedingungen".
Mir kommt es vor, als wenn die Musikindustrie mit aller Macht versuchen will, alternative Verbreitungsmöglichkeiten abseits der Major Labels bereits im Keim zu ersticken.
Immer mehr Kanäle werden gesperrt, ohne daß sich die Betroffenen wehren können. Und natürlich gibt es auch keine weiteren Begründungen. OK, youtube hat das Hausrecht und kann die Bedingungen festlegen. Aber wenn man nicht einmal erfährt, wieso unzählige absolut unproblematische Videos gesperrt wurden, ist es unmöglich, eine Linie zu ziehen.
Ich werde meine Videos vorsichtshalber auch auf anderen Plattformen hochladen. Der "Verdienst" durch die Werbung ist eh auf Null zurückgegangen, daher kratzt es mich nicht.
Ich finde es nur schade, daß das Netz immer mehr kommerzialisiert wird und die Verbreitungsmöglichkeiten eingeschränkt werden.
Bei jedem gesperrten Video bekomme ich inzwischen einen Hals. Aber wirklich problematisches Material, z.B. KiPo, Nazischeiss, Stalking und unzählige Kopien von urheberrechtlich problematischen Sendungen bleiben online. Zum Kotzen.
Mal sehen, wann Google als quasi Monopol-Suchmaschine die Ergebnisse frisiert...
Samstag, 24. Juli 2010
So schnell wird aus Satire bitterer Ernst
Bezugnehmend auf meinen letzten Beitrag hat mich dieser Artikel in den Heise-News heute kalt erwischt.
Das Bundesland Bayern will an Fachhochschulen Informatikabsolventen rekrutieren, um sie im Schnellverfahren zu Polizeibeamten auszubilden. Sie sollen das Bayerische Landeskriminalamt im Kampf gegen die Internetkriminalität unterstützen.Da läster ich letzte Woche noch ab über die Internetpolizisten ab, welche an der Tür klingeln um den PC zu "reinigen" und nun prescht das Bundesland Bayern vor, mal eben so auf die Schnelle frische Informatik-Absolventen zu Internetpolizeibeamten auszubilden. Das ist wieder nur ein billiger Versuch, die Bevölkerung zu beruhigen ohne ein echtes Konzept vorweisen zu können. Wie soll man auch ein Konzept erstellen, wenn man nicht die Bohne von Ahnung hat, was das Internet ist und welche Einflußmöglichkeiten man hat oder auch nicht. Und dann auch noch auf Landesebene. Wenn überhaupt etwas in der Richtung aufgebaut werden muß, dann auf Bundesebene, am besten in Zusammenarbeit mit der EU.
Sonntag, 18. Juli 2010
BDK fordert Notschalter für das Internet... das schmerzt!
Der Bund deutscher Kriminalbeamter fordert weitreichende Befugnisse und einen Notschalter für das Internet. Neben einigen vernünftigen Forderungen zeigt auch der BDK sehr deutlich, daß er keinerlei Kernkompetenz zum Thema Internet hat.
Diesen Artikel in der Neuen Osnabrücker Zeitung werde ich nun zerpflücken...
Ping-Pong. Zwei pickelige Herren im Nerd-Anzug stehen vor der Tür. "Gestatten, Müller und Schulze von der Internetpolizei. Wir haben den begründeten Verdacht, daß Ihr PC verseucht ist. Wir sind verpflichtet, ein Backup zu ziehen und den Rechner danach zu formatieren. Kostet Sie 120 Euro und 4 Punkte im Internetzentralregister. Ausserdem müssen Sie zur Internet-Nachschulung."
OK, das war jetzt alles böse, zynisch und lästerhaft. Aber bei derart viel Müll kann man nicht anders. Gut, versuchen wir mal einen realistischen Ansatz:
Wie wäre es, wenn alle Internetprovider ihre Internetzugänge auf NAT-Basis mit vorgeschalteter Firewall inkl. WOT-Schutz umstellen? Ein derart "kastrierter" Zugang sollte für den Großteil der Nutzer ausreichen. Zudem auch ein Kinderschutz prima integriert werden könnte. Dieser Zugang sollte dann als Standard voreingestellt sein. Nur jemand, der weiß was er tut, sollte ihn dann z.B. über das Kundenmenü des Providers lockern oder ausschalten können. Eine derartige Umstellung würde den Großteil von Schaden durch Viren, Trojaner und Spamversand wirkungsvoll ausschalten. Auch könnte man Warnmeldungen, z.B. durch aktive Ports, Peer-2-Peer-Aktivitäten usw. verschicken. Das ist alles nicht utopisch, sondern bereits marktreif. Es bräuchte nur den Willen der Provider und der Politik. Dazu klare Regelungen für Internetgeschäfte, welche im Prinzip bereits über das BGB abgesichert sind. Ach ja, und in der Schule auf die Gefahren des Netzes hinweisen.
So, das war doch nicht kompliziert... oder? Aber anscheinend wird lieber versucht, den mündigen Bürger zu gängeln und die echten Gefahren zu ignorieren. Und so zeigt sich wieder, hektische Betriebsamkeit ersetzt geistige Windstille. Setzen. Sechs!
Diesen Artikel in der Neuen Osnabrücker Zeitung werde ich nun zerpflücken...
„Was wir brauchen, ist ein verlässlicher Identitätsnachweis im Netz. Wer das Internet für Käufe, Online-Überweisungen, andere Rechtsgeschäfte oder Behördengänge nutzen will, sollte sich zuvor bei einer staatlichen Stelle registrieren lassen müssen.“Ahja, gerade der Käufer (oder User) ist nun der Böse? Wie weit hergeholt ist das denn? Anders herum wird ein Schuh draus. Wer, so wie ich, viele Jahre im Internet-Verbraucherschutz aktiv war, wird stutzen. Das Netz ist voll von Betrügern, unseriösen Anbietern oder Anbietern, bei welchen die Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz der Kundendaten fahrlässig gehandhabt werden. Und der BDK zeigt mit dem Finger auf den Verbraucher. Das ist an Inkompetenz nicht zu überbieten!
Jansen forderte die Bundesregierung auf, endlich „Verkehrsregeln“ für das Internet zu schaffen: „Inzwischen steht das Gewaltmonopol des Staates auf dem Spiel.“ Das Internet habe sich zum größten Tatort der Welt entwickelt und die Bundesregierung verharre immer noch in der Zuschauerrolle. „Kompetenzgerangel, Unvermögen und Blauäugigkeit führen zu unfassbarem Politik-Versagen.“Wie soll die Bundesregierung "Verkehrsregeln" schaffen wenn die Minister und deren Berater vom Thema soviel Ahnung haben wie die Kuh vom Sonntag? (siehe Button-Lösung bei Abofallen). Wie schon richtig bemerkt wurde, das Internet ist der größte Tatort der Welt. Und da meinen sogenannte Experten, man kann dort virtuell eine Staatsgrenze mit Notschalter einbauen?!
Die Kriminalbeamten verlangen auch klare „gesetzliche Befugnisse für offene und verdeckte Ermittlungen im Internet, speziell in sozialen Netzwerken wie Facebook, SchülerVZ oder Twitter“.Jau, Twitter, Facebook und fast alle anderen sozialen Netzwerke befinden sich im Ausland. Und wie man sehr schön an der Lachnummer Aigner gegen Facebook gesehen hat, werden die sicherlich alle mitziehen. (Das war Ironie!)
Zudem solle die Polizei das Recht bekommen, „Trojaner, Viren und Schadprogramme von privaten Rechnern entfernen zu dürfen“, die zuvor von Kriminellen unbemerkt gekapert worden seien.Jetzt verkommt es vollends zum Slapstick. Aus der Ferne, ohne Zutun des Nutzers Viren und Trojaner zu entfernen ist utopisch, außer man erlässt vorher ein Gesetz, welches das Betriebssystem inklusive "amtlicher Zugangsmöglichkeit" festlegt. So weit ist nicht einmal China. Die andere Möglichkeit wäre eine Internetpolizei. Szenario wie folgt:
Ping-Pong. Zwei pickelige Herren im Nerd-Anzug stehen vor der Tür. "Gestatten, Müller und Schulze von der Internetpolizei. Wir haben den begründeten Verdacht, daß Ihr PC verseucht ist. Wir sind verpflichtet, ein Backup zu ziehen und den Rechner danach zu formatieren. Kostet Sie 120 Euro und 4 Punkte im Internetzentralregister. Ausserdem müssen Sie zur Internet-Nachschulung."
OK, das war jetzt alles böse, zynisch und lästerhaft. Aber bei derart viel Müll kann man nicht anders. Gut, versuchen wir mal einen realistischen Ansatz:
Wie wäre es, wenn alle Internetprovider ihre Internetzugänge auf NAT-Basis mit vorgeschalteter Firewall inkl. WOT-Schutz umstellen? Ein derart "kastrierter" Zugang sollte für den Großteil der Nutzer ausreichen. Zudem auch ein Kinderschutz prima integriert werden könnte. Dieser Zugang sollte dann als Standard voreingestellt sein. Nur jemand, der weiß was er tut, sollte ihn dann z.B. über das Kundenmenü des Providers lockern oder ausschalten können. Eine derartige Umstellung würde den Großteil von Schaden durch Viren, Trojaner und Spamversand wirkungsvoll ausschalten. Auch könnte man Warnmeldungen, z.B. durch aktive Ports, Peer-2-Peer-Aktivitäten usw. verschicken. Das ist alles nicht utopisch, sondern bereits marktreif. Es bräuchte nur den Willen der Provider und der Politik. Dazu klare Regelungen für Internetgeschäfte, welche im Prinzip bereits über das BGB abgesichert sind. Ach ja, und in der Schule auf die Gefahren des Netzes hinweisen.
So, das war doch nicht kompliziert... oder? Aber anscheinend wird lieber versucht, den mündigen Bürger zu gängeln und die echten Gefahren zu ignorieren. Und so zeigt sich wieder, hektische Betriebsamkeit ersetzt geistige Windstille. Setzen. Sechs!
Labels:
bdk,
bka,
durchsuchung,
identitätsnachweis,
internetpolizei,
laber,
netz
Samstag, 3. Juli 2010
youtube-Sperre
So, das war es dann wohl endlich. Nun bin ich temporär gesperrt. China ist halt überall. Mehr unter http://www.katzenjens.tv/2010/07/so-youtube-hat-mich-ausgesperrt.html
Abonnieren
Posts (Atom)